Amelsbüren: jetzt wird’s spannend / 26.06.09
Supermarkt im Baugebiet – das Thema hat in den vergangenen Monaten die Amelsbürener Bürger und die Kommunalpolitik beschäftigt: was bringt ein neuer Supermarkt im Baugebiet den Anwohnern an Vorteilen und Belastungen, vor allem aber dem Ortskern mit seiner ohnehin gefährdeten Infrastruktur?
Jetzt kam der Donnerschlag: keine der Firmen, die angeblich so dringend dort eine Filiale aufmachen wollten, ist zu einem ordentlichen Preis und in der vom Rat festgelegten Größe an dem Standort interessiert (siehe WN vom 26.6.2009). Die Firma K + K, die im Ortskern bereits den (ungeliebten?) Supermarkt betreibt, will zahlen – aber sie will auf mehr Fläche ein größeres Sortiment anbieten. Die Verwaltung will nun den Grundstückspreis senken und neu ausschreiben.
All die Widersprüche in diesem Projekt der Amelsbürener CDU, die die Bebauungsplanänderung gegen Expertenrat und gegen den entschiedenen Widerstand der SPD durchgedrückt hat, werden damit schlagartig noch einmal deutlich:
Die Einzelhandelsketten haben kein Interesse an einem zusätzlichen kleinen „2b-Standort“ in Amelsbüren.
Kommt der bisher einzige Bieter zum Zuge, der der Stadt einen angemessenen Preis für das Grundstück zahlen will, dann ist das Ende des bisherigen Supermarktes im Ortskern absehbar – damit tritt genau das ein, was für die SPD immer wieder Grund zur Ablehnung dieses Vorhabens war. Wenn sich der Einzelhandel im Ortskern auf einen Getränkemarkt reduziert – dann gute Nacht, Amelsbüren.
Und die Anlieger? Sie haben auf dem Informationsabend der SPD am 23.6.2009 sehr deutlich artikuliert, was sie von dem Laden vor ihrer Nase und vom Umgang der CDU mit den Neubürgern halten: nichts.
Die CDU in Amelsbüren und Hiltrup, allen voran Stefan Weber und Mark Lütke Schürmann, sind jetzt mächtig unter Druck: Einsicht zeigen und zurückrudern oder Augen zu und durch?

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