In meinem sozialen Umfeld wissen natürlich alle, das ich mich seit vielen Jahren in der SPD engagiere. Beherrschendes Thema gestern und heute: „Was sagst du zum Ausgang des Bürgerentscheids vom Wochende?“
Deshalb hier eine Meinungsäußerung zum Thema:
Der Bürgerentscheid zur Umbenennung mehrerer Straßen im Marineviertel ist entschieden. Für viele Beteiligte – auf allen Seiten – war dieser Prozess emotional belastend. Für uns als SPD in Münster und auch hier vor Ort in Hiltrup stellt sich nun die Frage: Was lernen wir aus diesem Verfahren – jenseits des Ergebnisses?
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, das Anliegen selbst infrage zu stellen. Die kritische Auseinandersetzung mit Geschichte, Verantwortung und demokratischen Werten ist und bleibt richtig. Sie gehört zu unserem sozialdemokratischen Selbstverständnis. Aber politische Klugheit bemisst sich nicht nur am Ziel, sondern auch an Zeitpunkt, Verfahren und gesellschaftlicher Stimmung.
Die SPD will die Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung zukünftig auf eine neue breitere Basis stellen. Sie schlägt vor, zur Finanzierung alle Einkunftsarten heranzuziehen, statt wie bisher nur Löhne und Gehälter. Dies soll auch für für die gesetzliche Rentenversicherung und ihre Finanzierung gelten.
Damit hat die SPD mit ihrem Vorschlag zur Reform der Sozialversicherungen eine notwendige und überfällige Debatte angestoßen. Ziel ist es, die sozialen Sicherungssysteme langfristig zu stabilisieren, ohne den Faktor Arbeit weiter zu verteuern. Genau das ist in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, steigender Lebenshaltungskosten und Fachkräftemangels der richtige Ansatz.
Die SPD steht für eine Sozialpolitik, die zusammenhält: solidarisch, finanzierbar und gerecht. Der aktuelle Reformvorschlag ist dafür ein wichtiger Schritt.
Ein schrecklicher Vorfall erschüttert die Öffentlichkeit: Ein 36-jähriger Zugbegleiter wurde bei einer Fahrscheinkontrolle in einem Regionalexpress lebensbedrohlich verletzt und starb später an seinen Verletzungen. Diese Gewalttat ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines wachsenden Problems: Gewalt, Bedrohungen und tägliche Übergriffe gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Verkehr nehmen deutlich zu.
Wir möchten das die SPD sich dafür einsetzt, dass Schutz und Sicherheit im Bahnverkehr politisch ernst genommen werden – sowohl im Bund als auch in den Ländern. Wir stehen an der Seite der Beschäftigten und der Fahrgäste:
Wir wollen, dass diejenigen, die uns täglich sicher durch das Land bringen, nicht allein gelassen werden. Wir wollen, dass der öffentliche Verkehr für alle wieder attraktiv und verlässlich wird. Wir wollen ein modernes, sicheres Deutschland – mit einer Bahn, die verbindet und schützt.
Denn am Ende geht es um Respekt, Sicherheit und Solidarität – und das ist eine Frage unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Die aktuelle Debatte um die adaptive Beleuchtung an der Kanalpromenade wird oft als neuer Konflikt dargestellt. Tatsächlich handelt es sich um eine alte, immer wiederkehrende Herausforderung: Wie gelingt es, Natur im Siedlungs- und Lebensraum Stadt zu erhalten – ohne dabei die berechtigten Bedürfnisse der Menschen auszublenden, die diesen Raum täglich nutzen?
Der Dortmund-Ems-Kanal und seine Ufer sind ein gutes Beispiel dafür, wie sich Natur und Stadtentwicklung über Jahrzehnte miteinander verflochten haben. Dieser Raum ist vollständig von Menschen geschaffen: Jeder Baum, jeder Strauch wurde gepflanzt. Umso erfreulicher ist es, dass sich hier ein scheinbar natürlicher Lebensraum für Pflanzen und Tiere entwickeln konnte. Das zeigt, dass Stadt und Natur keine Gegensätze sein müssen – aber auch, dass sie immer wieder neu austariert werden müssen.
In der heutigen WN wird über die Zukunft der öffentlichen Brunnen in Münster berichtet, auch über den Hiltruper Brunnen an der Marktallee.
Dazu ein Kommentar: Der Artikel über den Zustand der städtischen Brunnen in Münster hinterlässt vielleicht zunächst Ratlosigkeit – und auch Ärger. Wenn die Stadtverwaltung anregt, Betrieb und Sanierung von Brunnenanlagen „grundsätzlich kritisch zu hinterfragen“, offenbart das ein erstaunlich reduziertes Verständnis von Stadtqualität.
am Sonntag, den 18. Januar 2026, ab11:00 Uhr findet in der Stadthalle Hiltrup der Neujahrsempfang der Bezirksvertretung statt.
Diesmal unter der Regie von Friedhelm Schade, dem ersten SPD Bezirksbürgermeister seit der Eingemeindung Hiltrups 1975.
Nach seiner Neujahrsansprache lautet das Thema: Wirtschaftliche Entwicklungen in Hiltrup
Seit Wochen wird die sogenannte Rentenreform im Bundestag und auch in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Für die SPD-Hiltrup/Berg Fidel Anlass, das Thema am Dienstagabend im Rahmen ihres monatlichen Stammtischgesprächs aufzugreifen.
Während das „Bürgergeld-Thema“ im letzten Monat sehr kontrovers diskutiert wurde, zeigte sich beim Thema Rente breite Einigkeit.
„Wir wollen, dass die Rente verlässlich und auskömmlich bleibt. Die Rente ist ein Versprechen auf eine persönliche Altersversorgung, darauf muss man sich verlassen können“, so Ortsvereinsvorsitzender Hermann Geusendam-Wode.
Im westeuropäischen Vergleich seien die deutschen Renten schon heute bescheiden: Die durchschnittliche Bruttorente in Nordrhein-Westfalen lag 2023 für Männer bei ca. 1.923 € und für Frauen bei ca. 1.390 €.
Am Stammtisch war wir uns einig, mit einen „Renteneinkommen“ in dieser Höhe, wäre man im Münsteraner Wohnungsmarkt nahezu chancenlos. Und wer daran weiter kürzen will, der solle das deutlich sagen, treffe dann aber auf sozialdemokratischen Widerstand.
es liegen turbulente Wochen hinter der SPD Münster. Der geschäftsführende Vorstand hat Gespräche über das weitere Vorgehen zur Vorsitzsuche geführt. Mit Christoph Strässer hat sich eines der erfahrensten und über Parteigrenzen hinweg anerkannten Mitglieder der SPD Münster bereit erklärt, den Vorsitz übergangsweise zu übernehmen, bis wir in einiger Zeit eine reguläre Spitze wählen können.
Der Zustand der Münsteraner SPD ist gerade nicht zufriedenstellend, aber auch bei weitem nicht so desaströs, wie es nach dem Rücktritt unserer Doppelspitze den Anschein hat.
Auch wenn wir uns bei der Kommunalwahl andere Ergebnisse gewünscht haben und auch für die Zukunft erarbeiten wollen, sollten wir zunächst nüchtern darauf schauen, was wir trotzdem erreicht haben:
Es ist uns gelungen (so sieht es aktuell aus) eine Koalition mitzugestalten und damit aktiv an der Zukunft unserer Stadtgesellschaft arbeiten zu können.
Es ist uns ebenso gelungen, in den Bezirksvertretungen Strukturen zu etablieren, die uns dort Einfluss ermöglichen; auch wenn die Geschäftsgrundlagen nicht einfach sind.
Den Genossinnen und Genossen, die dies verhandelt haben, gilt großer Dank. Für den Augenblick war mehr nicht zu erreichen. Dies müssen wir immer im Kopf behalten, auch wenn der Rücktritt der Vorsitzenden die Partei vor schwierige Aufgaben stellt. In bin sicher, dass wir diese Krise meistern.
Am vergangenen Donnerstag haben Peter Wagner und Ayşegül Paran überraschend ihren Rücktritt als Co-Vorsitzende der SPD Münster erklärt.
Trotz dieses Schrittes ist die Handlungsfähigkeit der Partei uneingeschränkt gewährleistet: Die stellvertretenden Vorsitzenden Liam Demmke, Michael Kleyboldt, Charlotte Post und Anne Schulze Wintzler übernehmen nun gemeinsam die Führung und sorgen für Stabilität in dieser Phase. „Wir bedauern den Schritt der beiden und respektieren die Entscheidung, die beide für sich getroffen haben“, so die vier Stellvertreter*innen.
In den vergangenen Wochen kam es innerhalb der SPD Münster zu Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern, die auch den privaten Bereich betrafen. Der Vorstand der SPD Münster betont ausdrücklich: solche Angelegenheiten gehören nicht in die Öffentlichkeit. Mit Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten werden diese Fragen intern und mit der gebotenen Sorgfalt behandelt.
Die SPD Münster wird geschlossen und verantwortungsvoll ihre Arbeit fortsetzen. Die laufenden Koalitionsverhandlungen sowie die Arbeit in den städtischen Gremien gehen ohne Einschränkungen weiter.
Die SPD Münster steht für Verlässlichkeit und politische Gestaltungskraft – auch in schwierigen Zeiten.
„Die Aufarbeitung der aktuellen Ereignisse, die Analyse der Ergebnisse der letzten Kommunalwahl und die konsequente Weiterentwicklung unserer politischen Arbeit wird viel innerparteiliches Engagement fordern, welches wir bereit sind, einzusetzen“, bekräftigen die stellvertretenden Vorsitzenden, “wir werden die SPD Münster mit klarer Linie und sachlicher Stärke wieder in ruhiges Fahrwasser führen. Unser Ziel bleibt unverändert: eine Politik für eine solidarische Gesellschaft, die Zusammenhalt schafft und Zukunft gestaltet. Die SPD Münster steht für Verantwortung, Stabilität und Fortschritt.“