Den Ärger über kostenlose Medienangebote gibt’s kostenlos. Aber wie ist es mit den Medien, für die man regelmäßig im Abo zahlt? Wer sich diese Frage stellt in Münster, denkt natürlich sofort an die Westfälischen Nachrichten. Nach der Übernahme der ehemals liberalen Münsterschen Zeitung das Monopolangebot, wenn man Lokales in Münster lesen will. Und man denkt weiter: klar, ausführliche Berichterstattung über die Befindlichkeiten des münsterschen Klerus ist garantiert, auch die Landwirtschaft ist immer gut vertreten, dazu ein wenig Hochschulklatsch und das normale Kleinklein von Unfällen und Kleinkriminalität.
Aber was sieht man, wenn man wirklich hinsieht? Ganz neue Fragen tauchen auf: Sind unsere lokalen Medien ungefährlich? Schaut man beispielsweise auf das digitale Angebot der WN vom vergangenen Freitag (1.10.2016), bieten sich an erster Stelle zwei Möglichkeiten:
Entweder ich gebe mich dem Glückspiel hin mit der Aussicht, 76 Millionen zu gewinnen und damit bald einer der Reichsten in Münster zu sein – ….
…. – oder ich versuche es als größter Feldherr aller Zeiten mit einem kostenlosen Kriegsspiel, verharmlosend Strategiespiel genannt.
Prima dass sich noch eine dritte Option bietet: Weg vom Computer und Kaffee trinken in der Nachmittagssonne! Aber dafür Abo-Gebühren zahlen?